



AUFGABE
Das Ziel war die Erweiterung des bestehenden Hotels, das in der ehemaligen Mühle der Zisterzienserabtei untergebracht ist. Die Herausforderung bestand darin, einen modernen Hotelneubau (geplant mit einem Atriumgebäude, zusätzlichen Zimmern sowie Seminar- und Wellnessbereichen) sensibel in die historische Gesamtanlage des Klosters aus dem 12. Jahrhundert einzufügen.
ANALYSE
Die Klosteranlage schmiegt sich mit den Klostermauer entlang der Hangkanten an die Topographie der bewaldeten Talsohle im Nordwesten von Eltville. Basilika und Kreuzgang bilden die bauliche Dominate Ost-West-Ausrichtung.
Das Gestaltungskonzept spiegelt in seinen drei Leitlinien die Analogie zu den drei Gelübden der Zisterzienser wider:
EINORDNEN der Hotelanlage als nachgeordnete Struktur zu Basilika und Konvent auf der Ebene der Funktionsgebäude.
ANORDNEN des Anbaus entlang der Hangkante in leicht gedrehter Fortsetzung der alten Mühle. Die Baumasse der Erweiterung orientiert sich an einer wirtschaftlichen Erschließung der Zimmer und wird auf die Gebäudebreite des benachbarten Laiengebäudes erweitert.
ZUORDNEN des Anbaus zur Klosteranlage durch Reduktion auf vorhandene Materialien und Bauformen. Die transparenten Außenwände werden ohne Dekors hinter der inneren Klostermauer aufgebaut. Dachflächen aus Schieferdeckungen reichen bis ins Obergeschoß. Semi-transparente Dachkonstruktionen liefern für den Neubau die Tageslichtqualität im Dachraum.
Standort
Eltville am Rhein
Ausloben
Stiftung Kloster Eberbach
Wettbewerbsart
Offener 2-phasiger Realisierungswettbewerb
Bauzeit
2021